Die Patroninnen des Aletta Haniel Programms
© Anna-Lena Winkler
Motiviert ins Berufsleben

Aletta Haniel Programm

Das Aletta Haniel Programm bietet Schüler*innen ab der 8. Klasse Unterstützung in ihrem Wunsch nach einem guten Schulabschluss und einer positiven Zukunftsperspektive. Dabei stehen die individuellen Fähigkeiten jeder*s Einzelnen im Vordergrund. Zwei eigens dafür eingestellte pädagogische Fachkräfte suchen gemeinsam mit den Schüler*innen nach Praktikums- und Ausbildungsplätzen und erleichtern ihnen damit den Übergang von der Schule in den Beruf. Auch Dilara Cengiz war eine Aletta-Schülerin und konnte als Teilnehmerin des Programms einen Ausbildungsplatz bei DPD GeoPost in Duisburg finden.

Chancengeber
Für die heute 24-Jährige Dilara Cengiz war die Aufnahme in das Aletta Haniel Programm ein Glücksfall: „Wenn man mich währenddessen nicht so unterstützt hätte, wäre ich wahrscheinlich heute nicht bis hierhin gekommen.“ Ihr sei lange nicht klar gewesen, wie sie ihre Zukunft planen sollte. Darum sagte sie zu, als sie das Angebot erhielt, in das Aletta Haniel Programm aufgenommen zu werden. »Ich habe mich dafür beworben, weil ich einen guten Schulabschluss machen möchte. Vor allem in Mathe habe ich Probleme. Ich hoffe, dass ich mich durch den Förderunterricht verbessern kann«, sagte die damals 14-Jährige. Gerade in der 8. Klasse hatte sie wenig Lust, zu lernen. »Doch die beiden Mitarbeiter*innen des Programms haben nicht lockergelassen und mir in zahlreichen Gesprächen klar gemacht, dass es wichtig ist, schon jetzt an die Zukunft zu denken. Sie haben immer an mich geglaubt. Dadurch habe ich Selbstvertrauen gewonnen.«

Stärkenorientiert
Im Aletta Haniel Programm fand Dilara Unterstützung in dieser schwierigen Phase. In Berufsorientierungstagen konzentrierte sie sich auf das Schreiben von Bewerbungen und die Selbstpräsentation in Vorstellungsgesprächen, während sie durch einen gezielten Förderunterricht ihre Noten verbesserte. Dilara hat schnell festgestellt, dass sie sehr gerne organisiert und leicht den Überblick behält – Fähigkeiten, die man als Bürokauffrau braucht. »Diese Stärkenorientierung hat uns beim Aletta Haniel Programm von Anfang an überzeugt«, erzählt Dilaras damalige Ausbildungskoordinatorin Margarete Schadach. »Es geht uns darum, Fachkräfte von morgen zu gewinnen. Schulnoten sind da erst mal zweitranging. Denn wir sind der Meinung, dass auch Jugendliche, die keine 1,0 auf dem Zeugnis haben, sehr gute Auszubildende sein können, durch ihre Motivation und ihre Zuverlässigkeit. Das alles bilden Noten nicht ab. Viel wichtiger ist doch, dass die Jugendlichen wissen, was sie wollen und was sie können. Jede*r hat eine Chance verdient.«

Dilara kam über ein zweiwöchiges Betriebspraktikum zur DPD GeoPost. Das Logistikunternehmen kooperiert von Anfang an mit dem »Aletta Haniel Programm«, indem es Praktikumsplätze anbietet. »Einmal in der Woche kam sie zu uns. Und am Ende war beiden Seiten klar: Das passt – und wir konnten Dilara als Auszubildende gewinnen.« Zu Beginn wurde sie im Bereich ›Transport‹ in der Abteilung ›Rückholungen‹ eingesetzt, und auch heute ist sie wieder in diesem Bereich tätig. 

Dilara heute
»Mir gefällt besonders gut an meiner Arbeit, dass ich jeden Tag mit vielen Menschen in Kontakt bin und dabei auch sehr unterschiedliche Anfragen von Kund*innen bekomme. Diese Vielfalt begeistert mich.« Ihre Pläne für die Zukunft? »An die Zukunft denke ich jetzt gerne«, sagt sie und lacht. »Im Rahmen meiner Ausbildung habe ich gemerkt, wie viel Spaß es macht, zu lernen.« Gerade stellt sie sich vor, einen Schein zur Ausbilderin zu machen, damit sie andere junge Menschen in ihrem beruflichen Weg unterstützen kann.

© Alexander Muchnik

SCHIRMHERR
Experte aus der Praxis – Dr. Stefan Dietzfelbinger

Die Haniel Stiftung freut sich, mit Dr. Stefan Dietzfelbinger, Hauptgeschäftsführer der Niederrheinischen Industrie und Handelskammer Duisburg-Wesel-Kleve, einen sehr kompetenten und engagierten Schirmherren für das „Aletta Haniel Programm – Die Chance für Deine Zukunft“ gewonnen zu haben. Er ist seit Schuljahresstart 2013/2014 Schirmherr des Programms und teilt mit der Haniel Stiftung die Auffassung, dass Berufsorientierungsangebote, die den Übergang von der Schule in die Ausbildung fördern, verstärkt werden müssen.

"Für Jugendliche ist der Übergang von der Schule in Ausbildung und Beruf oft eine große Schwelle. Zugleich werden mit Abschluss der Schule die Weichen gestellt für ein erfolgreiches Berufsleben, für ein selbst bestimmtes und erfülltes Leben und für die materielle Sicherung der eigenen Existenz", so Dietzfelbinger. "Es lohnt sich also für die Jugendlichen, für die Eltern, für die Unternehmen und für die gesamte Gesellschaft alles dafür zu tun, dass dieser Übergang gut gelingt. Das Aletta Haniel Programm bietet den Schülerinnen und Schülern sehr gute Unterstützung an und führt die Jugendlichen zum Erfolg. Deshalb bin ich sehr gern Schirmherr dieser Initiative. Das Aletta Haniel Programm hilft, so wie viele Aktivitäten unserer IHK, dass Jugendliche mit Selbstbewusstsein und Freude in den neuen wichtigen Lebensabschnitt durchstarten können."

Dr. Dietzfelbinger leitet seit 2005 die Niederrheinische IHK. Nach seinem Studium der Physik an den Universitäten Freiburg und Sussex (England) promovierte er an der Universität zu Köln. Vor seiner Tätigkeit in Duisburg war er unter anderem Geschäftsführer der IHK-Unternehmens- und Technologie-Beratung Karlsruhe und stellvertretender Hauptgeschäftsführer der IHK Mittlerer Niederrhein, Krefeld.

Von Haniel Stiftung
© Bettina Engel-Albustin

Mit 14 Jahren hat sich Dilara Cengiz für das »Aletta Haniel Programm« beworben

Vorbildliche Namensgeberin

© Haniel

Das Programm ist nach Aletta Haniel (1742-1815) benannt, deren Vater das Stifterunternehmen gründete. Sie war eine Person mit Vorbildcharakter: Nach dem frühen Tod ihres Ehemanns übernahm Aletta Haniel die Verantwortung für das Familienunternehmen. Sie nutzte ideenreich die Chancen, die sich ihr als Geschäftsfrau boten. Zum Beispiel weitete sie den Kolonialwarenhandel auf Eisenwaren und Kohle aus. Parallel sorgte sie für eine umfassende Ausbildung ihrer Söhne und schuf so die Grundlage für deren späteren Erfolg. Aletta Haniel trug mit ihren Entscheidungen maßgeblich dazu bei, dass Franz und Gerhard zu den Industrie-Pionieren des Ruhrgebiets wurden.

Eine Broschüre regt zum Mitmachen an.

Sehen Sie hier auch ein Video über das Aletta Haniel Programm an.

https://www.youtube.com/watch?v=i7BuKUbZIKk

PROJEKTPARTNER

Aletta-Haniel-Gesamtschule

Das nordrhein-westfälische Schulministerium hat der Aletta-Haniel-Gesamtschule das Gütesiegel für individuelle Förderung verliehen.
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Kommunales Integrationszentrum Duisburg

Das Kommunale Integrationszentrum Duisburg versteht Integrationspolitik als Querschnittsaufgabe und unterstützt interkulturelle Bildungsarbeit – indem es zum Beispiel die Koordination des Projekts übernimmt.
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