Menschen treffen sich im Foyer der Haniel Stiftung
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30-jähriges Jubiläum

30 Jahre Haniel Stiftung: fünf Perspektiven

Im Juni 2018 feierte die Haniel Stiftung ihr 30-jähriges Jubiläum. Heute blickt die Stiftung auf über 1250 geförderte Projekte zurück – doch nicht die Zahlen stehen im Mittelpunkt, sondern die Menschen. Zum Jubiläum der Stiftung kommen hier fünf Personen, die Teil der Geschichte der Stiftung sind, zu Wort. Ob Stipendiat, Stiftungsleiter oder Geförderte – sie alle zeichnen anhand ihrer Lebensläufe ein lebendiges Bild der Stiftung und ihrer Arbeit und blicken mit uns zurück auf ihre persönlichen Erfahrungen mit der Haniel Stiftung.

Dr. Yvonne Braun, Vorstand im britischen Versicherungsverband ABI

„Ich hatte das Gefühl, dass es der Haniel Stiftung sehr wichtig war, die Stipendiatinnen und Stipendiaten über das Finanzielle hinaus zu unterstützen. Es wurde nicht nur darauf geschaut, wer welche Noten auf dem Zeugnis hatte. Vielmehr habe ich von Anfang an gespürt, wie authentisch und familiär das Verhältnis zwischen Stiftung und Stipendiat*innen war und dass sehr viel Wert auf Persönlichkeit und Engagement gelegt wurde.“

Als eine der ersten Stipendiat*innen des Haniel Stipendienprogramms begibt sich Anfang der 1990er Jahre Yvonne Braun für ihren Master of Laws nach Großbritannien an die Cambridge University. Hier, zwischen den altehrwürdigen Gemäuern der Universität, den Büchern der geschichtsträchtigen Bibliothek und inmitten der traditionsreichen Atmosphäre einer der renommiertesten Universitäten der Welt, beginnt für Braun eine Karriere, die sie bis in den Vorstand des britischen Versicherungsverbands (ABI – Association of British Insurers) geführt hat. Dort ist sie heute insbesondere für die Bereiche Renten- und Lebensversicherungen und Sozialfürsorge zuständig: „Das Glück im Alter hängt wesentlich von der finanziellen Sicherheit ab. Innerhalb meiner Zuständigkeitsbereiche kann ich aktiv an der finanziellen Gesundheit unserer Versicherten mitwirken.“

Die Karriere von Braun ist ein gelungenes Beispiel für das Leitbild der Haniel Stiftung, Menschen zu unterstützen, die im Sinne des ehrbaren Kaufmannes Verantwortung für die Gesellschaft übernehmen. Das Bild des ehrbaren Kaufmanns, das vor knapp 200 Jahren der Industriepionier Franz Haniel entscheidend prägte, sah schon zur Gründungszeit das Selbstverständnis der Haniel Stiftung die Weitergabe von gesellschaftlichen Werten an den Führungsnachwuchs vor. 

Heute ist die Werteorientierung und die Übernahme von Verantwortung im Unternehmertum wichtiger denn je – durch die gezielte finanzielle und persönliche Förderung von Führungsnachwuchs setzt die Haniel Stiftung genau hier an. In den Anfangsjahren der Stiftung flossen rund 45 Prozent der Fördermittel vom insgesamt fünf Millionen Mark schweren Stiftungsvermögen direkt in Stipendien für herausragende junge Nachwuchsführungskräfte wie Yvonne Braun.

 

Cornelia Gietler, Assistenz/Sachbearbeitung

„Besonders schön ist es, wenn Geförderte uns über einen längeren Zeitraum begleiten und wir uns an ihrer Entwicklung freuen können. Ich habe zum Beispiel einen Stipendiaten vor Augen, wie er uns in Turnschuhen und mit Rucksack besucht und Jahre später führten wir ein Projekt mit ihm als angesehenem Hochschullehrer durch.“

Wenn Cornelia Gietler morgens pünktlich um acht Uhr die gläsernen Türen der Haniel Akademie betritt, wo die Haniel Stiftung ihre Räume hat, ergibt sich ihr ein gewohntes Bild. Die Kolleg*innen auf den Fluren grüßen herzlich, wünschen ihr einen guten Morgen, wie immer. Seit 22 Jahren arbeitet Gietler für die Haniel Stiftung – damit ist sie die Dienstälteste. Doch das gewohnte Bild wird es für sie bald nicht mehr geben: Im nächsten Jahr geht Gietler in Rente und damit verlassen ein Stück Geschichte und ein ganz einzigartiger Lebenslauf die Haniel Stiftung.

An ihrem Schreibtisch sind ihre Büromaterialien akkurat angeordnet, die Aktenordner und Dokumente liegen griffbereit. Die Räume der Haniel Stiftung sind seit über 20 Jahren wie ein zweites Zuhause, erzählt sie rückblickend: „Als ich im Jahr 1996 zur Stiftung kam, war ich bereits zwanzig Jahre im Haniel-Konzern tätig – ich wechselte nur auf demselben Flur in ein anderes Büro, in dem wir dann zu dritt waren.“ Alles habe gepasst, so die 61-Jährige, vom freundschaftlichen Miteinander im Team bis hin zu spannenden und immer neuen Projekten im Arbeitsalltag. „Das hat dazu beigetragen, dass ich mich – wie die anderen hier auch – von Anfang an wohl gefühlt habe.“

Die Geschichte und den Werdegang der Haniel Stiftung hat Gietler über Jahrzehnte hinweg miterlebt und geprägt: „Von Anfang an gibt es hier einen roten Faden. Das Konzept entspricht dabei dem Selbstverständnis der Familie Haniel und ihrer Firma, nämlich einem Bekenntnis zu Werteorientierung und unternehmerischem Handeln in gesellschaftlicher Verantwortung.“ 

Noch heute stellt die Förderung von talentiertem Führungsnachwuchs, der Verantwortung innerhalb der Gesellschaft übernehmen möchte, eine zentrale Säule des Stiftungsleitbilds und insbesondere der Satzung dar. In den vergangenen dreißig Jahren hat sich die Haniel Stiftung dennoch stets aufbauend auf der Satzung und aktuellen gesellschaftlichen Problemlagen weiterentwickelt. Über 1250 Projekte in Höhe von 34 Mio. Euro wurden gefördert – dabei kommen immer wieder neue dazu, andere laufen aus oder laufen selbstständig weiter. „Die Arbeit und die Projekte haben sich über die Jahre hinweg schon sehr verändert“, so Gietler. Gleichbleibend relevant ist weiterhin die Suche nach geeigneten Projekten. Dafür sieht sie die Stiftung aber gut aufgestellt: „Die Nachhaltigkeit von länger laufenden Projekten und ein weit verzweigtes Netzwerk von Geförderten und Projektpartnern bilden inzwischen ein wertvolles Gerüst für unsere Arbeit.“

Was bleibt persönlich nach über zwanzig Jahren Stiftungsarbeit? Gietler hält kurz inne, sie schaut aus dem Fenster auf das Herbstlaub in der Sonne und lächelt. „Es ist auf jeden Fall ein positives Gefühl, wenn ich zurückblicke auf die letzten Jahre, ja sogar Jahrzehnte, in der Stiftungsarbeit,“ resümiert Gietler und ergänzt: „Gleichzeitig ist es natürlich auch traurig, wenn ich mir vorstelle, kein Teil dieses tollen großen Ganzen mehr zu sein. Durch den persönlichen Kontakt mit den Projektpartnern, entwickeln sich zum Beispiel oft Beziehungen, in denen auch familiäre Ereignisse wie Hochzeiten oder Geburten Raum bekommen. Diese Kontakte liegen mir natürlich sehr am Herzen.“

 

Dr. Rupert Antes, Geschäftsführer Stiftung

„Rückblickend ist es spannend zu sehen, welche Entwicklung die Haniel Stiftung über die Jahre und Jahrzehnte genommen hat. Gerade diese Wandlungsfähigkeit, die immer im Einklang mit der Satzung und dem Leitbild des „ehrbaren Kaufmanns“ stand, macht die Stiftung zu dem, was sie ist, und auch ein Stück weit einzigartig.“

Mittagszeit am Franz-Haniel-Platz. Mitarbeiter*innen des Haniel Konzerns, der Haniel Akademie und der Haniel Stiftung begeben sich entlang der Grünflächen auf den Weg zur Kantine. Sonnenstrahlen fallen durch die Glasfront des Speisesaals – das Team der Stiftung hat sich an einem Tisch versammelt. Eine Stipendiatin ist aus Erfurt nach Duisburg-Ruhrort zu Besuch gekommen – ein Anlass für ein gemeinsames Mittagessen. „Das sind natürlich schöne Momente,“ sagt Antes anschließend. „Als Geschäftsführer der Haniel Stiftung ist der Kontakt mit den Stipendiat*innen  meistens nicht so eng wie bei meinen Kolleginnen. Umso schöner sind dann Momente, wenn wir auf eine so persönliche Art und Weise mal wieder von den Geförderten sehen oder hören.“

Antes ist maßgeblich dafür verantwortlich, dass die Förderung der Stipendiat*innen und anderer Projekte zielgerichtet und nachhaltig ist und stets mit der Satzung und dem Stiftungsleitbild im Einklang steht. Auch er blickt auf einige Jahre Stiftungsarbeit zurück: Nach zehn Jahren in verschiedenen Positionen bei der Studienstiftung des deutschen Volkes ist Antes seit 2001 bei der Haniel Stiftung tätig. 

Damals waren Wirtschaft, Politik und Gesellschaft immer mehr von Globalisierung und Internationalisierung geprägt. Die Haniel Stiftung sah in national und international ausgebildetem Führungsnachwuchs, der den vielfältigen Herausforderungen gerecht werden würde, eine sinnvolle Investition in die Zukunft. Der Schwerpunkt „Hochschulkooperationen“ beinhaltete beispielsweise ein zusätzliches praxisnahes und allgemeinbildendes Lehrangebot an Hochschulen. Gleichzeitig schuf die Stiftung den neuen Schwerpunkt „Veranstaltungen“, um mit der „Haniel Lecture“ und dem „Haniel Circle“ eine Dialogplattform für wirtschaftspolitische und gesellschaftliche Fragestellungen zu schaffen. 

„Durch meine Vergangenheit bei der Studienstiftung als Leiter der Auslandsstipendienprogramme hatte ich bereits ein großes Netzwerk in der Stiftungslandschaft, das in den ersten Jahren bei der Haniel Stiftung als sehr junge Stiftung natürlich besonders zum Tragen kam“, erzählt Antes. Der Wechsel von der Studienstiftung des deutschen Volkes war für ihn damals nur folgerichtig: „Dadurch, dass hinter der Haniel Stiftung ein gesellschaftlich verantwortungsvolles Unternehmen sitzt, ist die Arbeit hier viel agiler, schneller und damit auch effizienter als bei Stiftungen, die von verschiedensten Trägern abhängig sind.“

Durch diese Agilität konnte sich die Stiftung mit ihrer Arbeit über die Jahrzehnte hinweg den jeweiligen gesellschaftlichen Herausforderungen stellen – von der Aufarbeitung der Wiedervereinigung bis hin zu der Unterstützung von bildungsbenachteiligten Schüler*innen in der Region. Dass sich die unterschiedliche Ausrichtung der Projekte der Stiftung nicht selbst entgegensteht, liegt insbesondere an dem zentralen Leitbild der Haniel Stiftung, das eine gewisse Wandlungsfähigkeit zulässt. „Der ehrbare Kaufmann einerseits und die Stiftungssatzung andererseits bilden den Rahmen, in dem sich die Stiftung strategisch ausrichten kann. Dadurch, dass wir uns an gesellschaftliche Veränderungen anpassen, können wir wirkungsvoll und nachhaltig arbeiten,“ so Antes, „Als sich beispielsweise für uns die Möglichkeit ergab, im Bereich Bildungsförderung auf lokaler Ebene aktiv zu werden, haben wir uns gefragt: Passt das zu uns?“ Am Ende war man sich einig: Das passt. 

Heute sind die Bereiche „Nachwuchsförderung“ und „Bildungschancen“ mit zahlreichen Projekten gleichermaßen profilgebend für die Haniel Stiftung. Neben Stipendienprogrammen für Führungskräfte von morgen unterstützt die Stiftung lokale Projekte an Bildungseinrichtungen und arbeitet mit Sozialunternehmer*innen zusammen, die im Bildungsbereich an Schulen aktiv sind. Als herausragendes Beispiel nennt Antes das „Aletta Haniel Programm“ an der Aletta-Haniel-Gesamtschule in Duisburg-Ruhrort, das bildungsbenachteiligte Schüler*innen beim Übergang von der Schule in den Beruf hilft: „Hier zeigt sich immer wieder sehr anschaulich, was durch den Einsatz von zielgerichteter Mittel in kurzer Zeit möglich ist.“

 

Dilara Cengiz, Abteilungsleitung DPD GeoPost

„Wenn man mich während des „Aletta-Haniel-Programms“ nicht so unterstützt hätte, wäre ich wahrscheinlich heute nicht bis hierhin gekommen. Für mich war es ein Glücksfall, dass ich im Programm meine Stärken endlich besser zeigen konnte.“

Wenn Dilara Cengiz vom „Aletta Haniel Programm“ erzählt, werden anfangs kurze und zurückhaltende Antworten immer länger und am Ende kommt die 23-Jährige gar nicht mehr aus Schwärmen heraus. Für Cengiz ist das Programm ein Glücksfall gewesen, wie sie selbst sagt. Für das „Aletta Haniel Programm“ wiederum ist sie ein Paradebeispiel dafür, wie sich mit gezielter personeller und finanzieller Unterstützung die Zukunft von bildungsbenachteiligten Kindern und Jugendlichen deutlich verbessern kann. 

In der neunten Klasse bekam Dilara Cengiz als damals 14-Jährige zusammen mit 29 weiteren Schülerinnen und Schülern die Möglichkeit, am Aletta Haniel Programm teilzunehmen. Schülerinnen und Schüler ab der 8. Klasse sollten im Rahmen des Programms Unterstützung von zwei eigens angestellten Fachkräften bekommen, um ihre Abschlussnote zu verbessern und sich zudem ihrer Stärken und Schwächen für eine bessere Orientierung auf dem Arbeits- und Ausbildungsmarkt bewusst zu werden. 

Durch ein Betriebspraktikum bei der DPD GeoPost schnupperte Cengiz zudem ins Berufsleben hinein – und merkte, dass sie ihre Stärken dort viel besser einsetzen konnte als in der Schule: „Organisation, Selbstständigkeit, Planung – das konnte ich schon immer besser als zum Beispiel Mathe.“ Auch ihr Arbeitgeber erkannte die Stärken der jungen Schülerpraktikantin und ermöglichte ihr ein weiteres, schulbegleitendes Praktikum, in dem Cengiz beweisen konnte, dass sie Verantwortung übernehmen kann. „Am Anfang habe ich meinen Vorgesetzten natürlich viel zugearbeitet, doch ziemlich schnell hatte ich auch eigene Aufgaben und konnte vieles davon selbstständig erledigen.“

Nach dem Praktikum übernahm die DPD GeoPost Cengiz als Auszubildende – aus der Abteilung „Transport“ war sie ohnehin nicht mehr wegzudenken. „In der Ausbildung habe ich dann insgesamt 17 Abteilungen, da konnte ich die gesamte Abwicklung der DPD kennenlernen. Aber ich bin froh, dass ich wieder im Transport angekommen bin,“ erzählt sie. Dort ist sie bestens aufgehoben, denn Cengiz und ihre Abteilung können auf ganzer Linie Erfolge vorweisen, was die Zahlen und Rückmeldungen belegen.

Die Unterstützung lokaler Projekte mit bildungsbenachteiligten Kindern und Jugendlichen erfährt durch solche Beispiele nicht nur die Rechtfertigung, sondern zeigt darüber hinaus, dass das Unternehmen Haniel und mit ihm die Haniel Stiftung nicht nur geschichtlich, sondern auch gesellschaftlich in Duisburg verwurzelt ist. Der Schwerpunkt „Bildungschancen“ ist dabei ein geeignetes Instrument, um dem Stadtteil etwas zurückzugeben. 

Viele Stadtteile in Duisburg haben mit sozialen Herausforderungen zu kämpfen, die Bildung ist dabei ein ganz entscheidendes. Indem bereits Kinder und Jugendliche Unterstützung erfahren, führt gesellschaftliches Engagement zu verbesserten Perspektiven. „Dass uns damals so sehr geholfen wurde, ist überhaupt nicht selbstverständlich“, findet Dilara Cengiz und ergänzt: „Mein Ziel ist es, bald den Ausbilderschein zu machen, um so vielleicht etwas zurückgeben zu können.“

 

Maximilian Zoller

„Das Haniel-Stipendienprogramm ist eines der wenigen Stipendien, das neben den monetären Leistungen einen klaren Wirtschafts- und Auslandsbezug hat. Für mein Ziel, später einmal eine Führungsrolle in einem Clean-Tech-Unternehmen einzunehmen, ermöglicht mir die Haniel Stiftung den nächsten Schritt.“

Zwischen gepackten Koffern, Reisedokumenten auf dem Schreibtisch und letzten Terminen vor dem Abflug bereitet sich Maximilian Zoller auf ein neues Kapitel in seinem Leben vor. Für seinen Master of Business Administration (MBA) wird der 28-Jährige die kommenden zwei Jahre an der Stanford Graduate School of Business in Kalifornien, USA, verbringen. „Mit seiner Lage direkt im Silicon Valley bietet die Universität ihren Studierenden viele Möglichkeiten, Kontakte zu Unternehmen im größten Start-Up- und Tech-Ökosystem der Welt zu knüpfen,“ so Zoller. Das Haniel Stipendienprogramm ermöglicht ihm nun die Aufnahme des Studiums fernab der Heimat, um sich dort fachlich weiterzubilden und beruflich zu vernetzen – und dabei natürlich auch das US-amerikanische Campus-Leben kennenzulernen. Die letzten Tage in Deutschland sind nun also vornehmlich davon geprägt, letzte Vorbereitungen zu treffen, und Verwandte und Freunde zu sehen, bevor der neue Abschnitt in Kalifornien beginnt.

Für Maximilian Zoller war bei der Bewerbung für das Haniel-Stipendium wichtig, dass das es nicht nur monetäre Leistungen bietet, sondern auch einen klaren Wirtschafts- und Auslandsbezug hat. Später soll ihn dieser Weg einmal bis in die Führungsspitze eines Unternehmens im Clean-Tech-Bereich oder in das Gründungsteam eines Start-Ups führen. „Energieeffizienz mag nicht dem klassischen Bild unternehmerischer Verantwortung entsprechen, aber für mich ist es eben genau das: ein Weg, die Welt zum Positiven zu verändern, wenn auch in kleinen Schritten,“ erklärt Zoller seine Motivation, die ihm am Ende des Bewerbungsprozesses dann die Zusage des Stipendiums bescherte.

Die Motivation der Haniel Stiftung bei der Vergabe von solchen Stipendien ist es, die jungen Talente im Sinne einer unternehmerischen Verantwortung nicht nur persönlich zu fördern, sondern sie im größeren Rahmen werteorientiert und mit einem Verantwortungsbewusstsein gegenüber der Gesellschaft weiterzubilden. „Uns ist wichtig, ob und wie der Bewerber sich neben seinem Studium gesellschaftlich einsetzt“, sagt Stiftungsleiter Dr. Rupert Antes auch mit Blick in die Zukunft: „Viele junge Leute legen heute mehr Wert darauf, für welches Unternehmen sie arbeiten.“

Auch Maximilian Zoller hat eine genaue Vorstellung von der Verantwortung, die den Führungspositionen von morgen innewohnt: „Unternehmerisches Handeln muss unbedingt im Einklang mit der Gesellschaft stehen. Insofern fühle ich mich dem Leitbild der Stiftung durchaus verpflichtet und sehe dies auch als Triebfeder für mein Interesse am Clean-Tech-Bereich.“ 

Gerade mit Blick auf das aktuelle Zeitgeschehen wird der Stellenwert dieser Verantwortung deutlich. „Der Widerstand gegen den Status Quo und die Ungleichheiten der weitgehend unbeschränkten Globalisierung wird momentan in vielerlei Hinsicht deutlich,“ so Zoller, „als Antwort auf diese Herausforderungen ist das Leitbild des ehrbaren Kaufmanns meiner Meinung nach moderner und notwendiger denn je.“

Von Haniel Stiftung